Die ukrainische Glücksspielbehörde PlayCity hat direkte Kommunikationskanäle mit der Streaming-Plattform Kick eingerichtet, um unautorisierte Glücksspielwerbung zu entfernen. Die Initiative wurde am Montag angekündigt und erweitert eine laufende Durchsetzungskampagne über mehrere digitale Dienste hinweg.
PlayCity koordiniert nun direkt mit Plattformteams von Kick, TikTok, YouTube, Meta, Twitch, Viber und Google. Die Behörde prüft Benutzereingaben über ein Online-Beschwerdeformular, das letzten Monat eingeführt wurde. Im letzten 30-Tage-Zeitraum blockierten die Behörden 37 Social-Media-Konten mit einer kombinierten Reichweite von über 895.000 Followern.
Zwei Kick-Kanäle wurden ebenfalls nach gemeldeten Beschwerden entfernt. Seit Beginn der Kampagne hat PlayCity 785 Profile eingeschränkt und 425 öffentliche Meldungen bearbeitet, darunter 19 Einreichungen im Juni.
Durchsetzungsverfahren und Geldbußen
Der Regulierungsrahmen funktioniert über einen zweistufigen Prozess. Vermutete Verstöße werden zunächst an Plattformbetreiber zur Inhaltsentfernung oder Kontoeinschränkung weitergeleitet. PlayCity identifiziert dann die für das Material verantwortlichen Werbetreibenden. Bestätigte Verstöße lösen finanzielle Sanktionen in Höhe von etwa 5,2 Millionen UAH (155.678 USD) aus. Wenn öffentliche Register keine Identifizierung der Werbetreibenden liefern, unterstützen Strafverfolgungsbehörden die weitere Untersuchung. Nicht jede Einreichung führt zu einer Geldbuße, da Inhalte, die die rechtliche Definition von Glücksspielwerbung nicht erfüllen, von Sanktionen ausgeschlossen sind.Die aktuellen Maßnahmen bauen auf Daten aus dem ersten Jahresbericht von PlayCity auf. Die Behörde verzeichnete im vergangenen Jahr Gesamtstrafen in Höhe von über 988 Millionen UAH gegen Glücksspielanbieter für Rechtsverstöße. Eine zusätzliche Geldbuße von 80 Millionen UAH wurde speziell für Verstöße gegen die Werberichtlinie verhängt.